
Einleitung
Horst Mahler 12/99-1
Deutschland auf dem Wege
zur Reichsordnung
Deutschlands Befreiung ist ein Religionskrieg
Achtet auf die Zeichen!
Es naht ein großes Fest. Der Rhythmus der Skandale fährt in die Glieder. Die
Füße zucken schon. Blockflöten intonieren
schrille Dekadenzen. Wenn der Taktstock mit dem
Zeichen zum Einsatz die Vereinzelung und damit die Angst der Vielen aufhebt,
werden Hunderttausende - das ist sicher - das Tänzchen wagen. Den Reigen
eröffnen werden jene Zehntausend, die der geistigen Fesseln des Liberalismus
bereits ledig sind und in sich die Kraft unseres Volkes spüren. Sie werden
aufstehen und - gemeinsam und gleichzeitig
- mutig, frei und offen ihre wahre Überzeugung bekennen. Ihre Begeisterung wird
die Hunderttausende fortreißen - an das Licht der Wahrheit, die allein Freiheit
verwirklicht.
Die den Mammonismus und sein Parteiensystem hübschenden Lügenschleier zerreißen.
Im Erschauen ihrer Häßlichkeit vergeht die Zauberkraft, die unser Volk ein
halbes Jahrhundert in selbstzweiflerische Bewußtlosigkeit gebannt hat.
Die hilflosen Versuche der Systemlinge, den Aufstand der Wahrheit
niederzuwerfen, indem sie die zehntausend Mutigen wegen ihrer Überzeugungen
einkerkern, beschleunigt ihren Untergang. Es werden Millionen sein, die die
Freilassung der Märtyrer erzwingen werden. Dann wird die Welt mit Staunen zur
Kenntnis nehmen, daß das Deutsche Volk noch lebt und seine Freiheit vollbringt.
Den Aufstand vorbereiten
Wir müssen jetzt damit beginnen, den friedlichen Aufstand der Zehntausend
vorzubereiten und zu organisieren, um die aus der Vereinzelung kriechende Angst
zu überwinden.
Erste und wichtigste Bedingung für den Erfolg ist ein klares Wissen darüber, wer
der Hauptfeind des Deutschen Volkes ist, wo er steht, was seine Mittel (Waffen)
sind, mit denen er uns bekriegt. Davon hängt die Einsicht ab, wer seine
Hilfstruppen sind und welcher Listen sie sich bedienen, um uns zu täuschen.
Zweite und nicht weniger wichtige Bedingung ist, daß wir unseren Feind lieben;
denn nur unsere Liebe wird ihn bezwingen. Würden wir ihn hassen, hätte er unsere
Seelen schon besiegt und uns der Fähigkeit zur Freiheit beraubt.
Warum müssen wir unseren Feind lieben? - Weil wir ihn brauchen, um das für uns
zu werden, was wir an sich schon sind: ein Volk aus dem Geiste der Freiheit. Der
freiheitliche Geist, der unser - des Deutschen Volkes - Leben ist, ist ein
schlafender Riese. Nur der laute Jubel der Feinde, die Bewußtlosigkeit mit Tod
verwechseln, vermag unseren Genius zu wecken. Erwachend schaut er um sich; nimmt
die Anderen wahr und schaudert beim Anblick des jetzt hüllenlosen Mammon. "Das
alles bin nicht ICH," spricht er in sich hinein, "weil ICH so nicht sein WILL."
Und er beginnt sich zu erinnern, daß er schwach wurde und in tiefer Ohnmacht
verging, als er Mammon zu Füßen fiel, um so zu sein wie die anderen.
Wer also unser Schicksal beklagt, das Deutsche Volk als "Opfer der Geschichte"
zeichnet, anklagend das Wirken finsterer Hintergrundmächte beschwört, den Feind
verteufelt und für übermächtig hält, der weiß nichts von der wahren Größe des
Deutschen Volkes, der läßt unser Volk als klein und häßlich erscheinen, so daß
kein Grund ersichtlich ist, warum dieses Volk überleben soll. Vor allem wird er
unser Volk in einen Kreuzzug gegen "das Böse" verwickeln wollen, in dem es doch
nur die Waffen des Feindes führen würde - gegen sich selbst bis zu seinem
endgültigen Untergang.
Die militärische und monetäre Übermacht des Feindes ist so groß, damit wir nicht
noch einmal den Fehler wiederholen, ihn auf diesem Felde schlagen zu wollen.
Seine materielle Überlegenheit zwingt uns die Besinnung auf unsere Stärke auf.
Diese liegt im germanischen Geist, der der Geist der Freiheit ist.
Wir müssen unseren Feind auch deshalb lieben, weil er auf’s trefflichste den
Boden bereitet hat, in dem in der ganzen Welt der Geist der Freiheit seine
Wurzeln schlagen wird. Um die Völker über seine Absicht zu täuschen, die
Freiheit der Geldvermehrung grenzenlos zu machen, hat er fast ein Jahrhundert
lang mit seinen mächtigen Medien die Freiheit "des Individuums" - also doch wohl
jedes einzelnen Menschen - als höchsten Wert propagiert. Das hat einen tiefen
Eindruck hinterlassen. Jetzt, da erkennbar geworden ist, daß Mammon sein
Freiheitsversprechen nicht erfüllen kann, weil mit der Globalisierung die
Freiheit der Geldvermehrung und die Freiheit der Völker - und damit die Freiheit
der Menschen in ihrer jeweiligen Herkunftsnation - miteinander prinzipiell
unvereinbar sind, werden die Völker - vor die Wahl zwischen Freiheit und
Globalismus gestellt - sich für die Freiheit und gegen den Globalismus
entscheiden. Was aber die Freiheit der Völker ausmacht, die zugleich die
Freiheit jedes Einzelnen ist, das ist in der Idee der germanischen
Volksgemeinschaft, im Freiheitsbegriff des Deutschen Idealismus erkannt. Dieser
Freiheitsbegriff ist die Weltmacht des 3. Jahrtausends nach Christi Geburt. Sie
trotzt jedem Waffensystem, das Mammon zur Verfügung hat oder noch erfinden mag,
weil sie ihm die Menschen abspenstig macht, ohne die jene Waffensysteme nur tote
Materie sind.
Mit dieser aufsteigenden Weltmacht unvereinbar ist die angelsächsische Denkart,
die im Menschen ein amoralisches Tier sieht, das zu seiner Zähmung (=
Zivilisierung) eines Leviathan bedarf. Thomas Hobbes, der insoweit die
Denktradition des Alten Testamentes fortsetzte, wußte noch nichts davon, daß das
Böse nicht ein zweiter Gott sondern die bestimmte Negativität ist, die selbst
ein Moment des Begriffes (= des lebendigen Absoluten = Gottes) ist. Im Deutschen
Idealismus ist der Mensch von göttlichem Wesen und um seiner Göttlichkeit Willen
zur Freiheit bestimmt, weil er - wie das Absolute selbst (= Gott) - in sich
diese Entzweiung ist, in der das Wesentliche in seiner Unterschiedenheit vom
Unwesentlichen sich selbst erkennt. Diese Selbsterkenntnis des Menschen, daß er
göttlich ist, vollzieht sich im Gewissen, in dem sich die Differenz zu Gott als
"Gewissensbiß" offenbart. Die Reue ist dann das Bedürfnis, die erkannte
Differenz zu Gott durch Rückbesinnung in das göttliche Wesen aufzuheben. Jeder
Mensch ist zu dieser Rückbesinnung fähig. Die lebendige Volksgemeinschaft ist
hier der mächtigste Antrieb für diese Rückbesinnung. Wo dagegen die Wirksamkeit
des Ganzen im Einzelnen nur schwach empfunden wird, führt Reue in den Zynismus,
der die Stimme des Gewissens in den Satz pervertiert: "Ich wäre ja gerne gut,
aber die Verhältnisse sind nicht so - und schließlich fühle ich mich so auch
ganz gut."
Deutschland - umringt von feindlichen Nachbarn - wird sich nur dann erheben
können, wenn die Nachbarn in der Freiheit der Deutschen die Bedingung ihrer
eigenen Freiheit erkennen. Das werden sie aber nur dann, wenn wir als Volk aus
innerster Überzeugung das dem Deutschen Idealismus eigentümliche
Selbstbewußtsein, wie es hier angedeutet wurde, ausstrahlen. Jegliche Sehnsucht
nach Leviathan würde unsere Nachbarn schrecken und uns deshalb für immer am
Boden halten und unsere Auslöschung provozieren.
Tötet den Mammonismus in unseren Herzen!
Unser Hauptfeind ist die Religion - oder besser: die Antireligion - des
Mammonismus. Sein Credo lautet: "Gott ist nicht, nur der Mensch ist." An die
Stelle des Glaubens an einen Gott hat sie das "atheistische"
naturwissenschaftliche Weltbild und den Glauben an unbegrenzten Fortschritt hin
zu einem Neuen Paradies (regnum hominis) gesetzt. Wo aber nur der Mensch als
seiend gesetzt ist, dort ist der Mensch zu allem ermächtigt, er ist die einzige
Macht. Dort kann der Mensch nicht nur mit äußeren Dingen sondern auch mit
Menschen alles machen.
"Daraus aber, daß der Mensch als das Höchste gesetzt ist, folgt, daß er keine
Achtung vor sich selbst hat, denn erst mit dem Bewußtsein eines höheren Wesens
erlangt der Mensch einen Standpunkt, der ihm eine wahre Achtung gewährt". (Hegel
12/124).
Das bewegende Zentrum dieser Antireligion ist der "Liberalismus", die Idee des
"absoluten Individuums", des vereinzelten Einzelnen, des Menschen, der von
jeglicher Rückbindung in ein höheres Wesen und damit von jeglicher Verantwortung
freigesprochen ist, der folglich in der Praxis - entgegen allen
Lippenbekenntnissen - seinen individuellen Nutzen zum Maß aller Handlungen und
Dinge macht.
Diese Einsicht erklärt den Widerspruch, der darin liegt, daß die USA seit 1917
(beginnend mit den "14 Punkten" ihres Präsidenten Woodrow Wilson) einen Feldzug
für die "Menschenrechte" führen und dessen ungeachtet mit den Atombombenabwürfen
auf Hiroshima und Nagasaki die Nichtigkeit dieser Idee vorführten.
Die revolutionäre Tat gegen die Welt des Mammonismus ist folglich die Befreiung
des Menschen zu seinem höheren Wesen. Es kommt daher darauf an, bewußt zu
machen, daß der Liberalismus und das ihm entsprechende "wissenschaftliche
Weltbild" ein schlechter Mythos - und nichts mehr - ist.
Jede Religion - auch die Antireligion - ist wirklich in zweifacher Gestalt: Als
innere Welt, als Denk- und Gefühlswelt, und als äußere Welt, in der sich erstere
spiegelt. So drückt sich die in früheren Epochen herrschende Auffassung, daß
nicht alle Menschen, sondern nur einige frei seien, die anderen aber fremdem
Willen zu gehorchen haben und in diesem Sinne den Sachen gleichzusetzen seien,
in einer Welt aus, in der Sklaverei als "normal" galt. Erst als mit dem
Christentum der Gedanke aufkam, daß alle Menschen vor Gott gleich, selbst von
göttlicher Natur und daher alle frei seien, war die Sklaverei geschichtlich am
Ende (obwohl es sie heute noch gibt).
Wir "Modernen" haben kein Bewußtsein mehr davon, daß die Wirklichkeit - unsere
Lebenswelt - nichts anderes ist und nichts anderes sein kann als der Abdruck (=
Ausdruck) unserer Innenwelt. Wir meinen, daß uns die "äußere" Welt als von
unserer Wahrnehmung unabhängiger Gegenstand (Objekt/Objektivität) gegeben ist.
Wir meinen, daß unser "wissenschaftliches Weltbild" diese Objektivität - mehr
oder weniger "wirklichkeitsgetreu" - nur widerspiegelt.
Die Bedingung der Möglichkeit, Erkenntnis als Widerspiegelung des Objekts im
Intellekt des Beobachters (Trennung von Subjekt und Objekt) zu bestimmen, ist
die Annahme, daß Gott nicht ist (Atheismus). Denn Gott als reiner Gedanke gefaßt
ist jedenfalls wahrhafte Unendlichkeit, wahrhafte Allgegenwart und wahrhafte
Allmacht, das absolute Subjekt, das von keinem Objekt abhängt - Einheit von
Subjekt und Objekt.
In der - bereits von Kant genichteten -Vorstellung, daß in der Erkenntnis
Subjekt und Objekt voneinander getrennt sind, ist das Wissen verloren gegangen,
daß auch der Atheismus auf einer Glaubensentscheidung beruht. Denn: sowenig zu
beweisen ist, daß Gott ist, sowenig ist das Gegenteil, daß Gott nicht ist, zu
beweisen.
Entlarvt die Sozialwissenschaften!
Für politisches Handeln in der Real-Krise des Mammonismus ist die Enttarnung der
Sozial"wissenschaften" als Mythos oberstes Gebot. Vom Erfolg dieses Unternehmens
wird es abhängen, ob wir aus dem sich ankündigenden Chaos mit neuen,
systemüberwindenden Denkansätzen die Zukunft gestalten können, oder zur
Wiederholung der unglücklichen Vergangenheit im kommunistischen oder
demokratischen Gewande verdammt sind.
Der im "Werkstück Nr. 2" verfügbar gemachte Aufsatz von Friedrich H. Tenbruck
<http://www.werkstatt-neues-deutschland.de/texte/991111> "Die
Sozialwissenschaften als Mythos der Moderne" kann als Schlüsseltext gelten. In
ihm ist die Epochen-Bruchstelle zwischen Mittelalter und Moderne knapp und
übersichtlich bezeichnet: Die auf dem Geld beruhende Verkehrsform, der Markt,
hatte - gestützt auf die von den Naturwissenschaften hervorgebrachten
Produktivkräfte - in allen wichtigen Europäischen Nationen die ständischen
Ordnungen zersetzt. Verkündigung und Tradition versagten vor der gewandelten
Wirklichkeit. Kunst, Witz und Verstand - alles Mächte, die dem Menschen
unmittelbar gegeben sind - traten an ihre Stelle. Die einst kristalline Welt
wurde quecksilbrig. Im Haltlosen aber ist kein Leben möglich.
Der unwiderstehliche Drang nach Orientierung, nach Aufspürung des Dauerhaften,
Verläßlichen, Berechenbaren im bacchantischen Taumel des Mammonkultes
inthronisierte das Gesetz als Muster der Wahrnehmung (Paradigma). Um wieder
Grund unter die Füße zu bekommen, wurde das Treiben der Menschen als Geschehen
gedeutet, in dem - wie in der Natur - bestimmte Ursachen stets gleiche Wirkungen
hervorbringen. So wurde es als vernünftig angesehen, durch Beobachtung jenes
Treibens und scharfsinniges Nachdenken die vermeintlichen Gesetzmäßigkeiten
herausfinden zu wollen. Der Gegenstand dieser Beobachtung wurde als
"Gesellschaft" bezeichnet. Das methodische Bemühen, über ihn etwas "in Erfahrung
zu bringen" wurde im Geiste der Aufklärung auf den Namen "Sozialwissenschaft"
getauft.
Tenbrucks Arbeit macht darauf aufmerksam, daß das System der
Gesellschaftswissenschaft nicht in die Erkenntnis der Wahrheit führt, sondern
nur die Bedingung der Möglichkeit ist, daß aufgeklärte Menschen wieder zum
Glauben an eine "Ordnung der Dinge" finden.
So verdeutlicht Tenbruck die Rolle der Wissenschaft als Glaubensproduzent: die
aus der Unsicherheit der Verhältnisse aufsteigende Angst wird gebannt im
Zutrauen, daß die Menschen kraft ihres Verstandes die "Gesetzmäßigkeiten"
entdecken, die die Natur und die "Gesellschaft" beherrschen. Der Verstand wird
als "listige" Macht erlebt, die die Gesetze für ihre Zwecke dienstbar macht,
sich in diesem Sinne über sie erhebt und - nach ihrem freien Willen - zur
Daseinssicherung einsetzt. Die Wissenschaftsgläubigkeit bedient das
Erlösungsbedürfnis. Die Menschen suchen in ihr das Gefühl der Sicherheit und
Geborgenheit, das sie in den "gottgewollten" Ordnungen erlebt, mit diesen
Ordnungen aber verloren hatten.
Die Wissenschaft von der "Gesellschaft" aber ist immer nur das Wissen von einem
Spiegelbild. In ihr ist der Beobachter vom Gegenstand der Beobachtung nicht
getrennt. Er gehört selbst unentrinnbar zur Gesellschaft, die er beobachtet, und
sein Instrumentarium - sein Denken, seine Begriffe, sein Erkenntnisinteresse
usw. - ist von der Gesellschaft selbst hervorgebracht. Er beobachtet sich in
einem Spiegel. Sein Blick in den Spiegel ist der Blick der Gesellschaft in den
Spiegel. Dieser Blick ist borniert, denn er geht nicht einmal in das So-Sein der
Gesellschaft hinein, also schon gar nicht über sie hinaus. Er erfaßt die
äußerliche Erscheinung und gerade noch die Riße und Abgründe im So-Sein der
Gesellschaft, aber nicht ihr Jenseits.
"Wer spricht denn da?" Diese Frage ist an jede Aussage der
Gesellschaftswissenschaft zu stellen. In der Welt der "westlichen
Wertegemeinschaft" gibt es darauf nur eine einzige Antwort. Es spricht die
Gesellschaft, deren Höchstes die Freiheit des Individuums ist, das sich
losgebunden wähnt von jeglicher Verantwortung gegenüber einem Höheren, gegenüber
der Gemeinschaft - letztlich gegenüber Gott.
Dieses eingebildete Individuum ist dem alles zersetzenden Säurebad des
Geldsystems entstiegen. Was hinter seinem Spiegelbild in Wahrheit ist, erfährt
es erst, wenn die Wirklichkeit - von ihren unerkannten Gegensätzen zerrissen -
ins Chaos stürzt und der Spiegel dabei in Scherben fällt.
Es ist in diesem Zusammenhang von allergrößter Wichtigkeit festzuhalten, daß die
Geldwirtschaft der Industriegesellschaft vorausgeht und diese hervorbringt -
nicht umgekehrt.
Mit dem Geld ist die Gier nach Reichtum gesetzt. Der den Menschen scheinbar
innewohnende Hang, Reichtümer anzusammeln (Max Weber), hat sein inneres Maß im
Gegenstand des Reichtums. Solange die Feudalordnung auf den Naturalabgaben der
bäuerlichen Bevölkerung beruhte, hatte das Streben nach Reichtum ein inneres Maß
in der begrenzten Haltbarkeit der Naturalien und in den eingeschränkten
Möglichkeiten ihrer Bevorratung und Verteilung. Das Geld hat dieses innere Maß
zersetzt. In der Form von Gold und Silber ist es von unbegrenzter Haltbarkeit.
Seiner Aufhäufung stehen praktische Hindernisse nicht im Wege. Es ist beliebig
verbringbar und verteilungsfähig. Das Geld ist der entgrenzte Reichtum. Erst im
Geld hat die menschliche Habgier ihren eigentlichen Gegenstand. Die Industrie
ist nur das Vehikel, mit dem die grenzenlose Gier nach Reichtum ihre
Befriedigung sucht.
Dem entgrenzten Reichtum entspricht das entgrenzte Bedürfnis: die Gier. Als
allgültiges Tauschmittel gibt Geld, wenn es in genügender Menge in einer Hand
angehäuft ist, Macht über andere. Es tritt eine weitere Entgrenzung ein: Im Geld
verschmilzt Reichtum und Macht. Habgier wird zur Geldgier, diese zu Machtgier.
Diese entgrenzt die Macht zu globaler Hypermacht, der gegenüber staatliche Macht
zur Ohnmacht degeneriert. Diese erscheint nur noch als Polizeigewalt gegen die
atomisierten Individuen, die zu bürokratisch verwalteten Sozialatomen
(Nietzsche) herabsinken.
Das Geld hat unsere Lebenswelt zerstört. Wir wissen es nur noch nicht. (vgl. "Es
geht bergab mit der Welt" <http://www.werkstatt-neues-deutschland.de/texte/991111.html>).
Der Treuebruch der Feudalherren gegen ihre Hintersassen, die Bauern, und die
Despotie der Kirche über ihre Gemeinde bestand darin, daß dem Landmann auferlegt
wurde, seine Abgaben nicht mehr in Naturalien sondern in Geld zu leisten. So
mußten die Produzenten ihre Haut zu Markte tragen, um das Geld für ihre Abgaben
zu erlangen. Wo die Einnahmen nicht hinreichten, war der Gang zum Wucherer die
einzige vermeintliche Rettung. Für den Landmann brachen schlimme Zeiten an. Sie
verdüsterten sich noch, als die Feudalgewalten das Maß der Abgaben mehr und mehr
in die Höhe schraubten, um ihren Luxus und die kriegerischen Unternehmungen, die
ständig in die Breite und in die Tiefe wuchsen, zu finanzieren.
Die in Geldgeschäften erfahrenen Wucherer erfanden zudem das Diskont-System: Sie
beliehen gegen hohe Abzinsung den Feudalherren deren Ansprüche auf die erst
künftig fällig werdenden Abgaben der Bauern (Ausgangspunkt der
Staatsverschuldung). Die Wucherer verlangten und erhielten als Sicherheit für
die gewährten Darlehen das Recht zur Steuereintreibung und damit die Befugnis,
gegen säumige und unwillige Steuerschuldner, also gegen die Untertanen der
Feudalherren, Gewalt zu üben. Das System der Steuerpacht wurde zu einer
schlimmen Geißel für die Landbevölkerung und führte zu wachsender Entfremdung
derselben von den Obrigkeiten (Auslöser der Bauernaufstände im Deutschland des
16. Jahrhunderts).
Das Geld und seine wundersame Eigenschaft, Zinsen und Zinseszinsen zu hecken,
erwies sich mehr und mehr als die eigentliche Macht, die die Macht der
Landesherrn verdrängte, indem sich die Macht des Geldes den Landesherren zur
Leihe gab. Das Geld der Fugger und Welser, der Rothschilds und Bleichröders hat
durch Jahrhunderte europäische Geschichte geschrieben.
Tenbruck hat herausgearbeitet, daß die "Gesellschaftswissenschaften" ihre
Dienste als Religionsersatz, besser als Ersatzreligion, leisten. Er hat zwar die
Gesellschaftswissenschaft als Mythos, also als ein Glaubenssystem durchschaut.
Er hat aber nicht die Frage gestellt, was in diesem Mythos an Gottes Stelle
getreten ist. Die naheliegende Überlegung, daß ein Religionsersatz bzw. eine
Ersatzreligion ohne funktionalen Ersatz für das Höchste Wesen eben kein
Religionsersatz ist, hat er nicht angestellt.
Die Weltbildproduzenten hatten gegen das schreiende Unrecht des in Zersetzung
begriffenen Feudalsystems ein neues Gerechtigkeitsideal zu errichten und
"wissenschaftlich" zu begründen, das der "Leichtigkeit des Geldmachens" frommte.
Dabei blieb sie in besonderer Weise geprägt von ihrem Anspruch, eine
Erfahrungswissenschaft zu sein. Ihre Prinzipien leitete sie aus der "Erfahrung
des gesellschaftlichen Prozesses" ab. Das Substrat der "gesellschaftlichen
Erfahrung" bildete die Gesamtheit der praktischen Akte, die die Teilnehmer am
gesellschaftlichen Spiel setzten. Sie entwickelten nach dem Grundsatz von
Versuch und Irrtum jene Einrichtungen, die sich bei der Geldvermehrung als
vorteilhaft erwiesen. Den "Wissenschaftlern" oblag es, die pragmatisch
gefundenen Regeln des Spiels gedanklich zu erfassen, zu beschreiben und zu
kanonisieren. Ihre Aufgabe war es, das gierige Treiben der Geldvermehrung dank
des "Wirkens einer unsichtbaren Hand" als wundersame Vermehrung des Reichtums
der Nationen, letztlich aller Individuen, zu überhöhen.
Die Macht des Geldes beherrscht die Wissenschaften auch dann, wenn offene
Korruption nicht im Spiele ist: Die Gesellschaftswissenschaften suchen nach den
Bedingungen für die Möglichkeit einer freien oder "freiheitlichen Gesellschaft".
Aber ihr Freiheitsbegriff ist ihnen von der mammonistischen Gesellschaft
vorgegeben: es ist die Freiheit des unbegrenzten Geldmachens. Dieser
Freiheitsbegriff wird jetzt an sich selbst irre, d.h. es entsteht gegenwärtig
weltweit das Bewußtsein, daß die mit ihm bezeichnete Freiheit zur
Selbstvernichtung der Gattung Mensch gerät.
Dieses Erwachen spiegelt sich in den Beiträgen von
Pierre Bourdieu, "Eine Gefahr für die Grundlagen unserer Kultur" ,
Susan George, "Liberalismus versus Freiheit"
wider.
Wo Tenbruck nur abstrakt den Siegeszug der Gesellschaftswissenschaft durch die
Universitäten in die Politik beschreibt, dort wird Dirk Bavendamm <file:///C:\Webs\Werkstatt_ND\Werkstueck_02\Freihandel_lemonde.html>,
der hier mit einem Auszug aus seinem Buch "Roosevelts Krieg" <http://www.werkstatt-neues-deutschland.de/texte/991111>
zu Wort kommt, konkret. Er erhellt den zeitgeschichtlichen Kontext, aus dem
heraus die Gesellschaftswissenschaften zur Herrschaftsideologie des
Ostküsten-Imperialismus aufsteigen, der seit dem Zusammenbruch des Ostblocks in
der beschönigenden Verkleidung des Globalismus daherkommt.
Daß insbesondere die "Wirtschaftswissenschaften" nicht über Lobhudeleien
hinausgekommen sind, die sie diensteifrig den Geldsäcken angedeihen lassen,
verdeutlicht der Artikel von Bernard Cassen <http://www.deutsches-kolleg.org/hm/texte/Freihandel_lemonde.html>
"Die WTO-Konferenz von Seattle - Lug und Trug der Freihandelstheorie."
Es sollte nicht schwer fallen, aus der Gesamtschau auf die hier zu einem Strauß
zusammengebundenen Beiträge die anregende Frage herauszulesen, ob
Wissenschaftskritik und Religionsbetrachtung nicht Schlachtfelder im nationalen
Befreiungskrieg der Deutschen sind.
Zur
heilsgeschichtlichen Lage des Deutschen Reiches
Prolog
F.D. Roosevelt, Josef Stalin und Nachum Goldmann
F.D. Roosevelt
[In den Aufzeichnungen über die Gespräche zwischen Präsident F.D. Roosevelt und Marschall Stalin anläßlich der Teheran-Konferenz vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 findet sich folgende Eintragung:
„Die Unterhaltung wandte sich dann der Frage nach der Nazi-Deutschland zugedachten Behandlung zu.]
„Der Präsident sagte, nach seiner Meinung sei es sehr wichtig, daß das Konzept des Reiches nicht im Bewußtsein der Deutschen belassen werde und dieses Wort aus der Sprache gestrichen werden sollte.
Josef Stalin
Marschall Stalin erwiderte, daß es nicht genüge, das Wort zu eliminieren, vielmehr müsse das Reich selbst außer Stand gesetzt werden, jemals wieder die Welt in einen Krieg zu stürzen. Er sagte, daß die siegreichen Alliierten bei der Erfüllung ihrer Pflichten versagen würden, wenn sie nicht jene strategischen Positionen in ihren Händen zurückbehielten, die notwendig seien, um jeglichem Wiederaufflackern des Deutschen Militarismus vorzubeugen.“
(Quelle: Die F.D. Roosevelt-Papers, einzusehen in der F.D.R-Library) roosevelt.library@nara.gov Tel. 001 845-229-8114 Fax 001 845-229-0872
In einem Memorandum für den US-Außenminister vom 6. April 1945 bekräftigte F.D.R noch einmal sein Vorhaben, das Wort „Reich“ aus dem deutschen Sprachschatz zu eliminieren. (Quelle: a.a.O.)
Nachum Goldmann
Nachum Goldmann, „König der Diaspora-Juden“, erster Präsident des Jüdischen Weltkongresses schrieb 1915:
„Der individualistische Geist hatte England innerlich an den Rand des Abgrunds gebracht. Eine Reaktion mußte kommen. Sie kam: ein neuer Geist begann sich in England Bahn zu brechen. Seine Vorkämpfer waren die Theoretiker des Chartismus, waren die christlichen Sozialisten, waren die Führer der Genossenschaftsbewegung, ... vor allem Carlyle. Die Gedankenrichtung, die sie vertraten, war die soziale, historische, organische; was dasselbe bedeutet: die militaristische, die deutsche. .... das beherrschende Erlebnis im Leben dieses großen Schotten (Carlyle) war die innere Überwindung der individualistischen französischen Aufklärungsphilosophie, der atomistischen englischen Nationalökonomie und die Entdeckung der organischen, synthetischen deutschen Philosophie. Carlyle war begeisterter Bewunderer deutschen Wesens, glühender Anhänger der Ideen der deutschen Philosophie. Alle Männer und Richtungen im England des 19. Jahrhunderts, die von schöpferischer Bedeutung sind, stehen unter dem Einflus Carlyles, unter dem Einfluß deutschen Geistes..... Wäre dieser Prozeß friedlich weitergegangen, er hätte schließlich mit der völligen Überwindung des alten individualistischen Geistes geendet; die Vertreter dieses Geistes spürten es sehr wohl. Als sie friedlich ihre Position nicht mehr wahren konnten, entfesselten sie den Krieg, der Deutschland und den militärischen Geist vernichten sollte. ... Die Parole: Nieder mit dem Militarismus! verkörpert in diesem Kriege das rückschrittliche Element, ein Sieg der Parole wäre ein Sieg des 17. und 18. Jahrhunderts über das 19. und 20. Weil Deutschland das fortschrittliche Prinzip verkörpert, ist es des Sieges sicher. Deutschland wird siegen, und die Welt wird vom militaristischen Geiste beherrscht werden. Wer Lust hat, mag es bedauern und Klagelieder anstimmen; es hindern zu wollen, ist eine Torheit und ein Verbrechen gegen den Genius der Geschichte, das begangen zu haben England und Frankreich noch schwer werden büßen müssen.“
(Nachum Goldmann, Der Geist des Militarismus, Deutsche Verlagsantalt Stuttgart-Berlin, 1915, S. 28 ff.)
Johann Wolfgang Goethe
CHORUS MYSTICUS
Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird's Ereignis;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist's getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.
[Goethe, Faust. Eine Tragödie (Schluß), HA Bd. 3, S. 364)]
Heil Dir im Siegerkranz!
Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles am 18. Januar 1871
Das Deutsche Reich, geeint durch Otto von Bismarck, wiedererstanden durch den Staatsakt des Ewigen Bundes der Deutschen Fürsten in der am 16. April 1871 verabschiedeten, am 20. April 1871 verkündeten und am 4. Mai 1871 in Kraft getretenen Verfassung des Deutschen Reiches, lebt fort im Willen der Deutschen, die es noch sein wollen. Sie halten glaubensstark fest am Reich als dem Nationalstaat des Deutschen Volkes. Erst mit dem Tod des letzten Reichstreuen würde das Reich erlöschen.
Seit mehr als einem Jahrhundert arbeiten die Feinde Deutschlands am Untergang des Reiches und seines Staatsvolkes. Sie sind jetzt endgültig gescheitert. Das Deutsche Volk steht auf in dem unbeugsamen Willen, die Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches wiederherzustellen.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel
1. Alle Völker Europas, nicht nur das Deutsche Volk, sind gegenwärtig in Gefahr, unterzugehen. Wenn Europa nicht aufsteht, wird es – wie Ernst Nolte voraussagt – ein Anhängsel Asiens und Afrikas werden.
2. Könnte das dem Herrn der Geschichte nicht gleichgültig sein?
3. Wozu Mensch überhaupt?
4. Wozu Europa?
5. Vielen Europäern, insbesondere vielen Deutschen, ist das scheinbar gleichgültig. Einige begrüßen diese Entwicklung sogar.
6. Doch sind das nur unverantwortliche Privatmeinungen von Individuen.
7. Das aus diesen Meinungen folgende Handeln ist Willkür.
8. Selbst wenn die überwiegende Mehrheit der europäischen Individuen so dächte, wäre das nicht der Wille der europäischen Völker.
9. Völker sind nicht Mengen abzählbarer Elemente.
10. Völker sind geistige Wesenheiten, Leben.
11. Ihr Wille darf nicht verwechselt werden mit dem Geflecht der Willkür der Einzelnen, das sofort zugrunde ginge, würde es nicht von einem übergreifenden (transzendenten) Willen des Gemeinwesens getragen, der sich in lebenserhaltendem Handeln ausdrückt, das nicht das Handeln von subjektiven Geistern (menschlichen Individuen) ist.
12. Das Leben der Völker ist mit Demokratie im Sinne von Stimmenzählerei unvereinbar.
13. Würde diese Einsicht nicht schon aus dem Begriff, dem Denken, folgen, wären jedenfalls die Schicksale der westlichen Demokratien im 20. Jahrhundert sowie deren heutiger Zustand der empirische Beweis für die Richtigkeit dieser Aussage.
14. Der Wille der Völker ist in ihrer besonderen Religion, in ihrer besonderen Tradition und in ihrer besonderen Philosophie wirklich und generationenübergreifend gegenwärtig.
15. Er wird erkannt und nicht ermittelt.
16. Der Wille eines Volkes ist eine konkrete, d. h. in sich bestimmte und bewegte Geistesgestalt und als solche ein besonderes Dasein Gottes in der Welt.
17. Gott, das Wesen aller Erscheinungen, das Allgemeine, das nicht getrennt von den Erscheinungen im Jenseits thront, sondern nur in seinen besonderen Gestalten da ist, hält an sich fest, indem er die Vielheit der Völker als seine besonderen Gestalten erhält. Mögen einzelne Völker auch vergehen, die Vielheit der Völker ist wesentlich unvergänglich.
18. Die Vielen sind nicht gleichgültig gegeneinander und nebeneinander, sondern innerlich im Verhältnis der Notwendigkeit aufeinander bezogen, also eine Einheit: Wir wären nicht das, was wir als Deutsches Volk sind, wenn da nicht auch das jüdische Anti-Volk wäre – unser ewiger Feind.
19. Welthistorische Völker sind jene, in denen sich ein notwendiges Prinzip des absoluten Geistes verkörpert, das sich als eine Neue Welt herausarbeitet.
20. Gegenwärtig fällt diese Rolle dem Deutschen Volk zu. In ihm arbeitet seit zweihundert Jahren der Begriff der Volksgemeinschaft, um als Idee zu sich zu kommen.
21. Der Aufstand gegen die Zustände, die das Leben des Deutschen Volkes bedrohen, ist göttliches Handeln.
22. Wir, die wir uns den Willen zur Erhaltung des Deutschen Volkes zu unserem persönlichen Willen machen, sind darin Gehilfen Gottes.
23. Völker bewähren sich im Unglück. Es ist die Todesgefahr, die ihren Genius und seinen Überlebenswillen weckt.
24. Erst äußere Bedrohung kehrt das Innere eines Volkes, seine geistige Gestalt, nach außen und bringt sie zur Erscheinung.
25. Der äußerliche Anstoß der Bewegung gehorcht dem Zufall, aber was er auslöst, ist nicht zufällig, sondern notwendig.
26. Die Reiterschwärme Attilas, der Mongolensturm, die maurische Besetzung Spaniens, die türkischen Heerscharen – das waren die Bedrohungen, die aus den rohen Stämmen der Kelten und Germanen Europa zum abendländischen Kulturkreis geboren haben.
27. Dieser ist aus Eigenem. Nichts Fremdes bildet seinen Charakter. Was aus dem Morgenlande kam, hat das Abendland in schöpferische Schwingung versetzt. Niemals hat das Abendland lediglich nachgeahmt, was andere vor ihm erschaffen hatten. Stets hat es seine Eigenart vor sich gebracht und die Welt nach seinem Bilde geprägt.
28. Der Geist des Abendlandes hält an sich fest; denn da ist nichts, was ihm im Geiste überlegen wäre.
29. Gefahr droht ihm nur von innen her, wenn er sich selbst verkennte und er den Glauben annähme, nur zum Gefäß bestimmt zu sein, das die Völker abgelebter Kulturen zu bergen habe.
30. Die unendliche Trauer über die wahrnehmbar werdenden Verwüstungen im abendländischen Kulturkreis, die uns erfaßt, ist an sich schon die Gewißheit, daß der Niedergang Europas nicht das letzte Wort der Geschichte, daß der Niedergang selbst endlich ist und zugrunde geht in der Auferstehung des abendländischen Geistes der Freiheit.
31. Der Geist, der sich als Geist erfaßt und selbstbewußt sein Leben führt, ist nicht lau und nicht niedergeschlagen, sondern aufständisch und zukunftsfroh.
32. Die Völker unterscheiden sich: äußerlich durch Rassemerkmale, innerlich durch den einmaligen, unverwechselbaren Volksgeist.
33. Das Innere, das Wesen, ist nur da als Äußerung, wie das Äußere nur die Erscheinung des Inneren ist. Inneres und Äußeres ist ein und dasselbe und zugleich ihre Unterschiedenheit.
34. Der Unterschied, der sie auch sind, kann nicht weggelassen werden, aber er trennt die Unterschiedenen nicht.
35. Das Schlagwort von „Volk und Rasse“ erweist sich aufgrund der vorstehenden Überlegung als einseitig – daher als unwahr.
36. Richtig heißt die Losung „Volk: Geist und Rasse“.
37. Beide Momente sind gleichgewichtig, unzertrennlich und gleich wichtige Abwehrfronten gegen das Fremde.
38. Nur ein Volk, das sich des Fremden erwehrt, bewahrt sein eigenes Leben.
39. Europa erlebt das Schauspiel, daß seine Intelligenz Völker und Nationen für Wahngebilde (Phantasmagorien) hält und das Wort „Rasse“ zum Unbegriff erklärt, damit es als bedeutungslos erscheine, daß hier Neger und Schlitzaugen in die Wohnsitze der Weißen einsickern, so wie der Itzig in Palästina einsickerte, um das Land an sich zu reißen.
40. Der Neger ist dem Neger schön, das Schlitzauge dem Schlitzauge sympathisch, der Weiße dem Weißen anziehend. Dem Neger aber ist der Weiße ein Greuel, dem Weißen das Schlitzauge unheimlich. Der Itzig hält den Goy für ein Tier. Warum soll es unschicklich sein, darüber zu reden?
41. Muß der Deutsche Geist bei Juden Zuflucht suchen, um sich auszusprechen? Bei Benjamin Disraeli zum Beispiel,
Disraeli trägt Königin Viktoria die Kaiserkrone Indiens an
für den „die Rassenfrage der Schlüssel zur Weltgeschichte“ war (FAZ 29.05.02); oder bei Salcia Landmann, die gar der Meinung war, „daß die Rassisten der Nazizeit nicht in ihrer hohen Einschätzung der Rassenprobleme irrten, sondern nur in der Bewertung und Charakterisierung der einzelnen Rassen und in den Folgerungen, die sie aus ihren Theorien zogen“? (FAZ 29.05.02)
42. Offensichtlich ist die abendländische Immunschwäche erst behandelbar, wenn die Rassenfrage philosophisch auf ein neues Fundament gestellt ist. Die Antwort gibt auch hier wieder Hegel: Das Geistige und das Physiognomische sind unterschieden aber nicht trennbar, sondern in konkreter Einheit. Die sich am Äußeren festmachende Zurücksetzung ist in Wahrheit die Abstoßung des fremden Geistes, der sich im befremdlichen Erscheinungsbild kundgibt.
15.10.2015: Das Polizeiorchester Berlin begrüßt auf dem Schönefelder-Flughafen Bundespräsident Mustaf Wombabulu bei seiner Rückkehr aus Helsinki, wo er mit dem chinesischen Staatschef erfolgreich die angespannte Menschenrechtslage in den von Rotchina westlich des Ural besetzten Gebieten erörtert hat.
43. Das Prinzip des Abendlandes ist die Idee der Freiheit der Person. Auf diesem Boden erhebt sich ein vielgliedriger Bau, dessen Elemente sich aufeinander beziehen, bedingen, stützen und in ihrer Wirklichkeit sich wechselseitig steigern und zugleich hemmen . Seine Geschichte ist nur zu verstehen, wenn dieser Gedanke festgehalten wird.
44. Die Geschichte Asiens und Afrikas ist dagegen die Vorgeschichte des Geistes, seine Traumzeit.
45. Sein Erwachen ereignet sich zuerst in Judäa als Erhabenheit, später im antiken Griechenland als Schönheit und schließlich im antiken Rom als abstraktes Recht.
46. Erst in den Germanischen Stämmen kommt er als Bewußtsein der Freiheit zu sich.
47. Die afro-asiatische Völkerflucht unserer Tage in die Siedlungsräume der Europäer hinein ist die Herausforderung an uns, die europäische Idee der Freiheit aus ihrer nihilistischen und atomistischen Zersetzung – aus dem Individualismus - auferstehen zu lassen in der selbstbewußten Volksgemeinschaft.
48. Noch lockt der Sirenengesang von „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ ins Verderben. Doch die von der Deutschen Idealistischen Philosophie gewundenen Seile binden Odysseus, den Deutschen Geist, fest an den Mast der Erkenntnis. Der Zauber der Aufklärung ist durch Kant und Hegel gebrochen. Die weibsköpfigen Hühner stürzen ins Meer.
49. Der Geist als Person ist Freiheit an sich, Freiheit für sich und Freiheit an und für sich.
50. In der Gestalt der Freiheit an sich ist nur das Gemeinwesen als solches frei. Seine Momente – das Allgemeine (Gemeinwesen) und das Besondere (Individuum) – sind noch in ununterschiedener (abstrakter) Einheit.
51. Die Geschichte des Abendlandes ist der Gang des Geistes in und durch die Unterscheidung seiner Momente, ihrer Entgegensetzung und schließlichen Versöhnung. Sie ist mit dem Blut der Völker geschrieben. Der Triumph der Zeitalter, das Leben, Lieben und Lachen der endlichen Geister erstrahlt erst vor dem düsteren Hintergrund unvorstellbaren Grauens und quälenden Leides.
Wir werden, was wir sind.
52. Die Welt ist voller Klagen. Unendlich türmen sich Gemeinheiten, Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten.
53. So stellt sich unsere Lage im Äußerlichen dar. Doch dringt dieser Blick nicht in die Tiefe. Seine Haltepunkte sind Beliebigkeiten. Es ist so, könnte aber auch anders sein.
54. Erst der Blick, der im Grauen noch das Wirken der Vernunft erkennt, findet den Grund, auf dem sich bauen läßt.
55. Die vom Hunnensturm angestoßene Völkerwanderung ist die Glanzzeit der Germanischen Volksfreiheit. Das Volk als Ganzes ist frei. Der Einzelne noch nicht.
56. Die kämpfend die Erdteile durchstreifenden Germanenvölker sind die hungrige Urkraft der Freiheit, die alle Geistesbildungen des Orients zermalmend in sich zehrt.
57. Ihre tödliche Begegnung mit dem Römertum, das in sich die abstrakte, deshalb noch unfreie Person ausgebildet hatte, regt im Germanischen Geist die Idee der anerkannten Person an. Der Einzelne erfaßt sich als vom Gemeinwesen unterschieden und fühlt sich – anders als im antiken Rom der Cäsarenzeit – auch gegenüber dem Gemeinwesen als berechtigt. Aus dieser Idee entstehen im Frankenreich die unendlichen Kämpfe im Inneren um die Gerechtsame.
58. Dieses erste Reich der Germanen geht unter im Meer des Eigensinns, der Treulosigkeit und des Verrats der Gefolgsleute.
59. Die nach Anerkennung dürstende Person legt sich in ihre Momente: in den Einzelnen, der um seiner selbst willen da ist als egoistisches Individuum (das Moment des Besonderen), und in den Einzelnen, der um des Ganzen willen da ist, d. h. der den Sinn des Lebens in der Pflicht erblickt, der innerlich angenommenen Allgemeinheit des individuellen Willens (das Moment des Allgemeinen).
60. Dieser Unterschied wuchs sich im 20. Jahrhundert zum Gegensatz aus, der auch noch unsere gegenwärtige Lage prägt. Auf die Spitze getrieben stürzte er das Abendland in den Zweifel an sich selbst (Nihilismus), die schlimmste Form des Zweifels.
61. Die europäischen Westmächte – England und Frankreich – sind das Reich des Individualismus, der sich hier absolut setzt und damit sich selbst zum Opfer fällt und in Anarchie ausartet. Sie sind natürliche Feinde jener Philosophie, die die Unwahrheit des Individualismus ausgesprochen hat, der Deutschen Philosophie.
62. Die Dekadenz des Westens ist nicht der Abfall des Geistes von sich selbst, nicht eine Verirrung der Menschheit, sondern notwendiger Durchgangspunkt für den Geist auf dem Wege zum Bewußtsein der Freiheit. Diese Seite ist die Wahrheit des Individualismus und des Liberalismus.
63. Die europäische Mittelmacht, das Deutsche Reich, ist die Werkstatt des konkret Allgemeinen. Als solche tritt sie in zweifacher Gestalt in Erscheinung:
64. In der ersten ist sie die für sich seiende Entgegensetzung gegen das Besondere, gegen die Sphäre des verantwortungslosen, egoistischen Individuums – nur Entgegensetzung ohne Versöhnung. In der Entgegensetzung aber ist das Allgemeine als das Andere des Besonderen selbst nur als ein Besonderes bestimmt.
65. In der feindlichen Entgegensetzung unterliegt das Allgemeine, weil es in derselben noch nicht das Dasein der Freiheit ist, noch nicht das wahrhaft Allgemeine ist, welches das Besondere in sich schließt und zugleich darüber hinaus ist. Dieses kommt erst zu seinem Recht in einem konkret Allgemeinen, das sich als solches seiner selbst bewußt ist. Erst das Allgemeine, das von sich weiß, im Besonderen sein eigenes Dasein zu haben, das dadurch zur Erscheinung herabgesetzt ist, ist nicht mehr jene despotische Macht des Sollens, die es bei Kant noch ist.
66. Das im konkret Allgemeinen aufgehobene und anerkannte Besondere erkennt im Allgemeinen sein höheres Wesen. In dieser Erkenntnis will es sich jetzt nicht mehr als ein Zufälliges, sondern als Dasein seines Wesens. Es ist so sittliches Bewußtsein. Das Joch des Sollens ist von ihm genommen.
67. In dieser zweiten Gestalt des Allgemeinen wird das unsittliche, weil willkürliche Individuum, das Sozialatom, in die Verantwortung gegenüber dem Allgemeinen zurückgerufen in der Erkenntnis, daß das Allgemeine das Wesen des Besonderen ist; dieses ist wirklich erst als selbstbewußte Person, also als Individuum, durch dessen geistiges Dasein die Stimme Gottes hindurchklingt (personare = durchklingen).
68. In dieser Selbsterkenntnis ist der Einzelne nicht mehr vereinzelt, nicht mehr nur abstrakte Person, sondern sittliche Person, in innerlicher, also notweniger Beziehung auf Andere als Personen – der Einzelne ist, was er ist, nur durch den inneren Zusammenhang mit den vielen anderen Einzelnen und nur darin wahrhaft frei –, das selbstbewußte Dasein des Gemeinwesens, Volksgemeinschaft, die eine Gestalt Gottes ist.
69. Dieser Unterschied und Gegensatz Europas in sich ist die Unruhe, die das Räderwerk seiner Schicksalsuhr treibt. Sie schlägt uns jetzt die Stunde des Deutschen Reiches. Dieses ist militärisch zwar bezwungen, sein Prinzip aber – die Aufhebung des Gegensatzes zwischen dem Einzelnen und dem Gemeinwesen in der selbstbewußten Volksgemeinschaft – ist mehr denn je an der Zeit.
70. Im Dreißigjährigen Weltkrieg sind sich die Momente der europäischen Identität in Waffen gegenübergetreten. Das ungeistige Ringen der geistigen Prinzipien hat den Kontinent in eine Lage gebracht, in der er in seiner Gesamtheit tödlicher äußerer Bedrohung ausgesetzt ist. Die Bestimmtheit derselben ist die Einheit der asiatisch-afrikanischen Völkerflucht mit dem imperialen Willen der Ostküste zur ethnischen Durchmischung der europäischen Völker.
71. Die jetzt in Europa anbrandende Völkerflut ist verursacht durch die freihändlerische Zerstörung der Lebensordnungen in Afrika und Asien.
72. Die Freihändler erweitern ihr Programm: nicht nur sollen die Grenzen für Waren und Kapital durchlässig sein, sondern jetzt auch für Menschen aller Herren Länder. Dieser Stoß richtet sich hauptsächlich gegen die europäischen Völker und Nationen. Der Gegenstoß hat sich folglich gegen den Freihandel zu richten.
73. Das Dritte Reich hätte, wäre es militärisch siegreich gewesen, ein Schutzschild für die freihändlerisch gemordeten Völker sein können. Nach seiner militärischen Niederlage wird Europa absichtlich und durchaus im Sinne einer global wirkenden Verschwörung – durch Auflösung in einen Völkerbrei – wehrunfähig gemacht und so die einzige Gegenmacht gegen den Globalismus der Ostküste scheinbar vernichtet.
74. Es ist die Ostküste mit ihrer Finanz-, Medien- und Militärmacht, die den europäischen Nationen dieses Programm aufzwingt.
75. Dagegen regt sich jetzt Widerstand.
76. Der Wille, sich als Franzosen, Italiener, Spanier, Engländer, Russen, Polen, Deutsche in der jeweils angestammten Heimat, als Nationen und Träger einer eigentümlichen europäischen Kultur und Lebensweise zu erhalten, formiert sich gegenwärtig zu einer unbezwingbaren politischen Kraft.
77. Dieser unser Wille zur Selbstbehauptung muß sich vor niemandem rechtfertigen. Er ist. Und als Sein ist er Selbstzweck, der immer schon in sich gerechtfertigt ist. Niemand soll den Anspruch erheben, uns vorschreiben zu dürfen, daß wir uns selbst aufzugeben haben.
Ø Es ist da kein Menschenrecht, das dem Deutschen Volk gebietet, sich dem Sterben hinzugeben.
Ø Es ist da kein Menschenrecht, das dem Deutschen Volk gebietet, seine Heimat fremden Völkern zu überlassen.
Ø Es ist da kein Menschenrecht, das dem Deutschen Volk gebietet, auf Selbstbeherrschung zu verzichten.
Ø Es ist da kein Menschenrecht, das dem Deutschen Volk gebietet, sich selbst zu hassen und vor anderen Völkern sich zu erniedrigen.
Ø Es ist da kein Menschenrecht, das dem Deutschen Volk gebietet, seine Peiniger zu ermutigen.
78. Das Deutsche Volk ist – wie jedes Volk – für sich das Dasein seines Rechts, zu sein und andere Völker aus sich auszuschließen, indem es sich dadurch mit ihnen wahrhaft zusammenschließt als Partner eines gerechten Interessenausgleichs.
79. In dem Maße, wie der Wille zur Selbstbehauptung sich regt und bewegt, werden die Fesseln spürbar, die uns niederhalten. Diese Erfahrung ist notwendig, damit sich unsere schöpferischen Kräfte bündeln und diese Fesseln endlich abstreifen
80. Die Kraft, eine Welt zu stürzen, wächst aus der Überzeugung, daß es, wie es ist, notwendig so geworden ist und deshalb nicht so bleibt.
81. Das Empfinden des Leides, der Schmerz, ist die Gegenwart des noch Abwesenden. Der Schmerz ist der Ruf zum Aufbruch und Wegweiser zugleich. In ihm scheint unsere Not, die es zu wenden gilt. So wie der Hunger schon das Brot als Bedürfnis enthält, so die Trauer über die Ohnmacht des Reiches seine Neue Ordnung.
Otto v. Bismarck
der Einiger des Deutschen Reiches
82. Als das Deutsche Reich 1871 die Bühne der Geschichte betrat, traf es dort auf das Britische Weltreich. Allein durch sein Erscheinen waren die von Albion in Jahrhunderten gesponnenen Fäden gerissen, die das kontinentaleuropäische Machtgefüge in einem labilen Gleichgewicht hielten.
83. Das Reich – das im Unterschied zum Inselreich über keine nennenswerte Kriegsmarine und deshalb auch über keine Kolonien verfügte, über kein nennenswertes Handelskapital, über kein Wucherkapital, über kein Raubgold – wuchs innerhalb von nur drei Jahrzehnten zur führenden Industriemacht der Welt heran – allein auf die Tüchtigkeit des Deutschen Volkes gestützt.
84. Es war diese Tüchtigkeit, die uns den Briten und Franzosen so unheimlich erscheinen ließ. In jedem Satz des Kaisers, mit dem dieser den Anspruch des Reiches auf Anerkennung als gleichberechtigter Partner im Konzert der europäischen Weltmächte anmeldete, glaubten sie eine Kriegsdrohung zu entdecken.
85. Die eigene imperialistische Denkweise verstellte den englischen Staatsmännern den Blick auf die wahren Motive des Reiches. Defensive und vorsichtige außenpolitische Manöver des Reiches wurden als diplomatische Vorbereitungen für einen Angriffskrieg gedeutet.
86. Den Westmächten galt die Reichseinigung von 1871 als Sündenfall der Deutschen – eine Lesart, die die zu Gutmenschen umerzogenen Deutschen nach 1945 übernommen haben.
87. Es gab aber zur Reichseinigung keine Alternative: als Flickenteppich aus Duodezfürstentümern wären die deutschen Lande durch die anglo-amerikanische Konkurrenz auf das Niveau des irischen Armenhauses herabgedrückt, also in den Zustand versetzt worden, der dem durchgeführten Morgenthau-Plan entspricht. Das war mit dem wehrhaften Geist der Deutschen nicht zu machen. Sie würden lieber sterben, als sich in diese Afterexistenz zwingen zu lassen.
88. Diese Entwicklung wäre auch nicht durch eine die deutsche Industrie schützende Zollpolitik abzuwenden gewesen. Der Umgang der USA mit Japan (1850 erzwangen US-amerikanische Kriegsschiffe aus Stahl und Eisen gegen die Holzboote der Japaner die Öffnung des japanischen Marktes für amerikanische Industriewaren) zeigte, daß die stärkere Militärmacht die Handelspolitik bestimmt.
89. Von Anfang an war das Deutsche Reich dazu verurteilt, mit dem anglo-amerikanischen Imperialismus um seine Anerkennung als gleichberechtigte Industrie- und Handelsmacht – das schließt die Anerkennung als gleichrangige Militärmacht ein – auf Leben und Tod zu kämpfen, um in diesem Kampf schließlich zu unterliegen.
90. Die Tragik der Deutschen Geschichte ist bis auf den heutigen Tag nicht begriffen.
91. Nicht begriffen ist, daß im historischen Nationalsozialismus sich der Vorschein der Freiheit als bewußte Volksgemeinschaft zu einer geschichtsmächtigen Gestalt erhob, um den geballten Haß der untergehenden, aber längst noch nicht erschöpften Welt des schrankenlosen Egoismus auf sich zu ziehen.
92. Die so bewirkte Ausgrenzung des Deutschen Reiches aus der westlichen Verwertungsgemeinschaft ist zugleich seine Eingemeindung in die Familie der Völker, die Mammon zum Fraß vorgeworfen sind. Hitlers „Mein Kampf“ ist in diesem Erdkreis ein Spitzentitel. Schon erheben sich in führenden Zeitungen der arabischen Welt Stimmen des Bedauerns, daß Hitler die Judenfrage nicht wirklich gelöst habe. (Fatma Abdallah Mahmoud in der offiziellen ägyptischen Tageszeitung Al-Akhbar vom 01.05.02 in der Übersetzung des Middle East Media Research Institute)
93. Als die europäischen Nationen 1914 aufeinander einschlugen, war die Stunde des Deutschen Reiches noch nicht gekommen, weil es noch nicht weltweit als Überwinder Mammons ersehnt wurde. Es gehört zu den Denkwürdigkeiten, daß es der später zum Führer der zionistischen Judenheit aufgestiegene Nachum Goldmann war, der in seiner 1915 verfaßten Schrift „Der Geist des Militarismus“, (Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart-Berlin, 1915, S. 8) aussprach, „die besten Köpfe Englands und Frankreichs“ würden „die Vernichtung Deutschlands als im Interesse der Kultur notwendig“ also als das eigentliche Kriegsziel der Entente begründen. Und er sprach von einem „Vernichtungskrieg gegen Deutschland“ (S. 21).
94. Er erkannte die Berufung des Deutschen Reiches, das aus dem Völkerringen schließlich siegreich als geistige Führungsmacht hervorgehen wird:
„...wer von uns hat nicht die Empfindung, mehr, die tiefinnerste Überzeugung, daß mit diesem Kriege eine geschichtliche Epoche zu Ende geht und eine neue beginnt, daß dieser Krieg, soll er nicht für immer der Beweis der inneren Sinnlosigkeit alles historischen Geschehens und damit alles menschlichen Daseins bedeuten, das Zeichen einer ungeheuren Zeitenwende darstellt, den Auftakt zu einer neuen großen Zukunft der Kulturmenschheit? Und noch mehr als dies ist uns heute tiefste Überzeugung: daß diese neue Zukunft, die sich nach dem Kriege anbahnen wird, unter dem Zeichen deutschen Geistes stehen wird, daß der Sieg Deutschlands für lange Zeit hinaus die Verlegung des Schwerpunktes und Führertums der künftigen Kultur im Deutschtum bedeuten wird, ohne aber, daß dies irgendwelche gewaltsame Unterdrückung der anderen Nationalkulturen bedeuten müßte oder dürfte. So wird die kommende Weltkultur in ihrem innersten Wesen deutsche Kultur sein, und damit ist ihre Eigenart, die sie von den bisherigen scheidet, schon bestimmt. Deutsche Kultur bedeutet soziale Kultur, bedeutet die Höherstellung der Gesamtheit über die Einzelnen, bedeutet die Fundierung aller Ethik und Moral, allen Rechts und aller Konvention auf dem Primat des Kollektiven. Wie die Idee des Organismus den tiefsten Gehalt des deutschen Denkens bildet, so stellt der soziale Gedanke das beherrschende Prinzip der deutschen Gesellschaftsordnung, der deutschen Kultur dar. Der Gang der europäischen Kulturentwicklung erhält, von diesem Gesichtspunkt betrachtet, innersten Sinn und tiefe Folgerichtigkeit. Das Mittelalter war die Epoche völliger Unterdrückung des Einzelnen zugunsten der Gesamtheit; das Individuum existierte als solches gart nicht, die Genossenschaft war alles. Die Renaissance und die Reformation proklamierten die Entdeckung des Individuums; es beginnt das individualistische Zeitalter, die völlig Befreiung des Einzelmenschen, die Proklamierung seiner Autonomie. Dies vollbracht zu haben, macht die weltgeschichtliche Bedeutung Englands und Frankreichs aus. Der Individualismus aber in seiner maßlosen Übertreibung führte zur Krisis: es entstand das große soziale Problem unserer Zeit, das in erster Reihe aus dem extrem individualistischen Grundprinzip unserer heutigen Wirtschaftsordnung geboren wurde. Der wirtschaftliche Egoismus des Einzelnen kannte schließlich keine sittliche Schranke mehr; eine innere Wandlung ward notwendig; dieser Krieg leitet sie ein.“ [Von der weltkulturellen Bedeutung und Aufgabe des Judentums, F. Bruckmann AG, München 1916 S. 31 f.]
95. Der Weltgeist hatte vor dem Deutschen Reich den „Maßlosen Kontinent“ (Giselher Wirsing), die Vereinigten Staaten von Amerika, aufgerufen, die Weltmacht des Geldes in ihrer Reinheit als scheinbaren Triumph über den Germanischen Geist der Volksgemeinschaft darzustellen. Ihre Wahrheit ist die grausige Geburt des absoluten Individuums, das in seiner Vollendung zugleich verendet, also seine Endlichkeit in der Rückbindung (religio) in den Volksgeist als Dasein Gottes in der Welt aufhebt – beendet, bewahrt und erhöht.
96. Das ganze 20. Jahrhundert hindurch drängte der Weltgeist in der westlichen Hemisphäre mächtig in die Vereinzelung der Einzelnen (Atomismus). In seinem Bewußtsein waltet die Vorstellung, daß die individuelle Freiheit die wahre Freiheit sei. Die todbringende Einseitigkeit des schamlosen Individualismus und des skrupellosen Egoismus mußte er erst noch an sich vollkommen erfahren, ehe daraus der Wille zu seiner Überwindung quellen mochte. Die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Welt des „American Way of Death“ sind der Ort dieser befreienden Erfahrung. Sie ist der Same, aus dem – in den Boden des Deutschen Reiches gesenkt – der sittliche Staat und die sittliche Person – was ein und dasselbe ist – hervorkeimen wird.
97. Wir verstehen die Revolution nicht, in der wir längst leben und wirken, die Notwendigkeiten des Aufstandes nicht, der sich in unseren Herzen ankündigt, wenn wir die Wahrheit der Geschichte des 20. Jahrhunderts nicht erkennen.
98. Was uns davon bekannt ist, ist deshalb noch lange nicht erkannt.
99. &nbs