Deutsches Liedgut

 

 

 

Nichts kann uns rauben

Arbeiterdichter Karl Bröger (1886-1944), in  mehr...

Das Lied der Deutschen

Heinrich Hoffmann von Fallersleben – 1841 mehr...

Der Gott der Eisen wachsen ließ


Albert Methfessel, 1785-1869 mehr...

Ein junges Volk steht auf

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Wenn alle untreu werden

Max von Schenkendorf – 1814 mehr...

Ich hatt´ einen Kameraden

Ludwig Uhland – 1809 mehr...
 
 

 

 

Nichts kann uns rauben

Arbeiterdichter Karl Bröger (1886-1944), in Ersten Weltkrieg schwerverwundeter Frontsoldat, schrieb dieses nationale Bekenntnis, als französiche Truppen 1923 das Ruhrgebiet besetzt hatten und sich der deutsche Widerstand gegen die fremden Imperialisten formierte. Er war in jener Zeit Sozialdemokrat; im „Hofgeismarer Kreis“ wirkte er an der Seite betont vaterländisch gesinnter Jungsozialisten. Vertont wurde „Nichts kann uns rauben“ in den 30er Jahren von dem Komponisten und Musikpädagogen Heinrich Spitta (1902-1972), Schöpfer des Hymnus „Heilig Vaterland“, Professor an der Akademie für Kirchen- und Schulmusik der Reichshauptstadt Berlin und Enkel von Karl Johann Philipp Spitta, einem der bedeutendsten Kirchenlieddichter des 19.Jahrhunderts.

Nichts kann uns rauben
Liebe und Glauben
zu unserem Land.
Es zu erhalten
und zu gestalten
sind wir gesandt.

Mögen wir sterben,
unseren Erben
gilt dann die Pflicht:
Es zu erhalten
und zu gestalten,
Deutschland stirbt nicht!

 

Das Deutschlandlied

Heinrich Hoffmann von Fallersleben - 1841

1. Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt,
Wenn es stets zum Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenhält,
Von der Maas bis an die Memel,
Von der Etsch bis an den Belt -
|: Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt. :|

2. Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang.
|: Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang. :|

3. Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland !
Danach laßt uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand !
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand.
|: Blüh' im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland. :|

 

Der Gott der Eisen wachsen ließ

Albert Methfessel, 1785-1869

1. Der Gott, der Eisen wachsen ließ,
Der wollte keine Knechte,
Drum gab er Säbel, Schwert und Spieß
Dem Mann in seine Rechte,
Drum gab er ihm den kühnen Mut,
Den Zorn der freien Rede,
|: Daß er bestände bis aufs Blut,
Bis in den Tod die Fehde. :|

2. Laßt brausen, was nur brausen kann,
In hellen, lichten Flammen!
Ihr Deutschen alle, Mann für Mann,
Fürs Vaterland zusammen!
Und hebt die Herzen himmelan
Und himmelan die Hände!
|: Und rufet alle, Mann für Mann:
Die Knechtschaft hat ein Ende! :|

3. Laßt wehen, was nur wehen kann,
Standarten wehn und Fahnen!
Wir wollen heut' uns Mann für Mann
Zum Heldentode mahnen:
Auf, fliege, stolzes Siegspanier,
Voran den kühnen Reihen!
|: Wir siegen oder sterben hier
Den süßen Tod der Freien. :|

 

Ein junges Volk steht auf

Werner Altendorf

1. Ein junges Volk steht auf, zum Sturm bereit!
Reißt die Fahnen höher, Kameraden!
Wir fühlen nahen unsere Zeit,
Ja die Zeit der jungen Soldaten.
Vor uns marschieren mit sturmzerfetzten Fahnen
Die toten Helden der jungen Nation,
Und über uns die Heldenahnen.
Deutschland, Vaterland, wir kommen schon!

2. Wir sind nicht Bürger, Bauer, Arbeitsmann,
Haut die Schranken doch zusammen,
Kameraden, uns weht nur eine Fahne voran,
Ja die Fahne der jungen Soldaten!
Vor uns marschieren mit sturmzerfetzten Fahnen
Die toten Helden der jungen Nation,
Und über uns die Heldenahnen.
Deutschland, Vaterland, wir kommen schon!

 


Wenn alle untreu werden

Max von Schenkendorf - 1814

1. Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu,
Das immer noch auf Erden für euch ein Fähnlein sei.
Gefährten unserer Jugend, ihr Bilder bessrer Zeit,
Die uns zu Männertugend und Liebestod geweiht.

2. Wollt nimmer von uns weichen, uns immer nahe sein,
Treu wie die deutschen Eichen, wie Mond und Sonnenschein !
Einst wird es wieder helle in aller Brüder Sinn,
Sie kehren zu der Quelle in Lieb und Treue hin.

3. Ihr Sterne seid uns Zeugen, die ruhig niederschaun,
Wenn alle Brüder schweigen und falschen Götzen traun.
Wir woll'n das Wort nicht brechen, nicht Buben werden gleich,
Woll'n predigen und sprechen vom heil'gen deutschen Reich !
3. Und welcher Feind auch kommt mit Macht und List,
Seid nur ewig treue Kameraden!
Der Herrgott, der im Himmel ist,
Liebt die Treue der jungen Soldaten.
Vor uns marschieren mit sturmzerfetzten Fahnen
Die toten Helden der jungen Nation,
Und über uns die Heldenahnen.
Deutschland, Vaterland, wir kommen schon!

 

Ich hatt' einen Kameraden

Ludwig Uhland - 1809

1. Ich hatt' einen Kameraden,
Einen bessern findst du nicht.
Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
|: Im gleichem Schritt und Tritt. :|

2. Eine Kugel kam geflogen:
Gilt sie mir oder gilt sie dir ?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt vor meinen Füßen
|: Als wär's ein Stück von mir :|

3. Will dir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad'.
Kann dir die Hand nicht geben,
Bleib du im ew'gen Leben
|: Mein guter Kamerad ! :|