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NEU! DIE THEOLOGIE DES NEUEN ZEITALTERS Briefe aus der Gefangenschaft  

 

 



Und im übrigen finde ich es immer noch erträglicher, von jemandem beschimpft zu werden, der mich nicht ausplündern kann,

als mich von jemandem ausplündern zu lassen, der mich dafür lobt.

Adolf Hitler

"Glückliche Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit" 

Marie von Ebner - Eschenbach
 

Wenn Menschenherzen brechen und Menschenseelen verzweifeln, dann blicken aus dem Dämmerlicht der Vergangenheit die großen Überwinder von Not und Sorge, von Schmach und Elend, von geistiger Unfreiheit und körperlichem Zwange auf sie hernieder und reichen den verzagenden Sterblichen ihre ewigen Hände!
 
Wehe dem Volke, das sich schämt, sie zu erfassen!


Adolf Hitler

 

 




Ein altes Zeichen

Ein Zauber ging durch unser Volk,
Ein Aufbruch ohnegleichen.
Die Kraft, zu einen Mann für Mann,
Ging aus von einem Zeichen.

Wie alt es ist, ist kaum bekannt,
Jahrtausende vergingen,
Seit es mit seiner inn’ren Kraft
Die Völker konnt’ verjüngen.

Von Menschen wurde es erdacht,
Der Sonne nachempfunden,
Daß ewig schöpfend ihre Macht,
Und nichtig Leid und Wunden.

Ein Volk jedoch, dem stets mißfällt
Solch heiliges Erleben,
Das ruhte nicht, bis Blut die Welt
durchtränkt in Kriegesbeben.

Nun ist, und das war deren Ziel,
Uns unser Reich zerschlagen;
Und doch – es blieb uns ein Gefühl
Für dieses Zeichens Sagen.

Der Feinde Knechte ruhen kaum,
Im eignen Land zu brüllen:
„Nie wieder soll des Reiches Traum
Sich jemals euch erfüllen!“

Sie tun, als hätt’ der deutsche Mann
Das Zeichen erst erschaffen.
Ihr dummer Lärm mutet schon an
Wie das Gekreisch von Affen.

Das Zeichen wie auch jene Zeit
will man uns streng verfemen,
zerstreiten unsre Einigkeit,
Das Recht als Volk uns nehmen.

Die Kunde, was einst angestrebt
Blieb wen’gen nur von allen;
Von denen, die dafür gelebt,
Sind gar zu viel’ gefallen.

Doch langsam wächst im Volke neu
Der Wunsch, die Hand zu reichen,
Zu spüren, was ein Volk wohl sei, -
Noch wirkt das alte Zeichen.

Erich Creutz


Wem es nicht ein Genuß ist,

einer Minderheit anzugehören,

welche die Wahrheit verficht

und für die Wahrheit leidet,

der verdient nie, zu siegen.

 

Paul de Lagarde

"Es ist möglich, daß der Deutsche einmal von der
Weltbühne verschwindet,
denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel
zu erwerben - aber keine einzige,
sich auf der Erde zu behaupten, und alle Nationen
 hassen ihn wie die Bösen das Gute.
Wenn es ihnen aber gelingen sollte, ihn zu verdrängen,
wird ein Zustand eintreten,
in dem sie ihn wieder mit den Nägeln aus dem Grabe
kratzen möchten." 

Friedrich Hebbel
Aus den Tagebüchern, Eintragung vom 4. Januar 1860

 

 

Mutter

Wenn deine Mutter alt geworden
Und älter du geworden bist,
Wenn ihr, was früher leicht und mühelos
Nunmehr zur Last geworden ist,


Wenn ihre lieben treuen Augen
Nicht mehr wie einst ins Leben seh'n,
Wenn müd' gewordnen Füße sie
Nicht mehr tragen woll'n beim Geh'n,


Dann reiche ihr den Arm zur Stütze,
Geleite sie mit froher Lust;
Die Stunde kommt, da du sie weinend
Zum letzten Gang begleiten mußt!


Und fragt sie dich, so gib ihr Antwort,
Und fragt sie wieder, sprich auch du,
Und fragt sie nochmals, steh' ihr Rede,
Nicht ungestüm, in sanfter Ruh'!


Und kann sie dich nicht recht versteh'n,
Erklär' ihr alles froh bewegt;
Die Stunde kommt, die bitt're Stunde,
Da dich ihr Mund — nach nichts mehr frägt.

— ADOLF HITLER —



 

Pferd - Bukephalos II

Die Saga vom Dritten Reich

Ich, einer von den Alten, die noch leben,
Will mich aus diesem Schmutz der Zeit erheben
Und künden, was ein Leben lang uns trieb
Und dessen Abglanz meinem Herzen blieb.

Ein Meer von Schlamm erstickte Glanz und Licht
Verrat und Lüge hatten mehr Gewicht,
Mit rohen Kräften einer Welt gepaart,
Die nie des edlen Wollens inne ward,
Dem wir gehorchten, unverzagt und treu.
Mein letzter Stolz bleibt: ich war auch dabei.

Oh hehres Losungswort: ein Volk, ein Reich,
Ein Führer - und ein Schwert mit gutem Streich -

Und eine Fahne, schwarz und weiß und rot,
Mit einer Rune, die dem Übel droht -

Der Traum der Väter - endlich Wirklichkeit -
Acht Jahre lang - o unvergess'ne Zeit -

Was sind die Schatten schon an deinem Licht

Verlog'ne Welt, der es an Glanz gebricht -

Sie maß den Adel nur mit der Gewalt

Und nahm uns Ehre, Sitte und Gestalt
Bewußt und haßerfüllt, und gab dafür
Uns ihren Abschaum: Sklavensinn und Gier -
Und eine Meute aus gekauften Knechten,

Die ihre Wut an eignen Blute rächten.

Acht Jahre - hoffnungsvoller Anbeginn -
Glückhaft ein jeder Tag und voll Gewinn.
Der Deutsche, überdrüssig hohler Worte,
Packt wieder zu und wirkt an seinem Orte.
Er schaut den andern mutig ins Gesicht
Und fordert sich sein Recht und seine Pflicht.

Die Achtung steigt, das Schwert wächst in der Hand
Im Morgenglanze steht das Vaterland,
Die Künste blühn - es füllen sich die Wiegen -
Sie zeugen heut noch wider tausend Lugen.

Ein frohes Volk schart sich um seine Fahnen,

Erlöst und frei und würdig seiner Ahnen.

Was sind die Schatten schon an jenen Tagen -

Für jedes Volk in Freiheit leicht zu tragen.

Die kleine Schar der Lumpen schwieg gelähmt,

Der offne Gegner wurde bald beschämt

Und kehrte
still ins Vaterhaus zurück

Und Tage kamen voller Glanz und Glück
.
Ein Volk - ein Reich - klang es durch deutsche Lande

O Osterreich, es fielen deine Bande!

 

Vom Nordseestrande bis zum Memelstrom,
Vom Böhmerwalde bis zum Stephansdom
Erschallten wieder frei die alten Lieder,
Und namenloses Glück ergriff die Brüder,
Die eben noch ein fremdes Joch ertrugen.
Die Glocken klangen und die Herzen schlugen.
Ein Volk - ein Reich - o unvergess'ne Stunden -
Gedenk ich eurer, bluten tausend Wunden.

Der Haß der Feinde wuchs ins Grenzenlose,
Das Schicksal mischte seine dunklen Lose.
Erstanden war der Bau in Herrlichkeit,
Doch in den Gründen wühlten Lug und Neid,
Vernichtung wollten sie und Acht und Bann,
Und dieses Wissen trug der große Mann
Mit schwerem Herzen durch die langen Nächte.
Er rang mit seinem Gotte um das Rechte,
Er sah das Ende des Äones nahen,
Indes die Schurken nur den Gegner sahen:
Das Deutsche Reich - ihm galt ihr Haßgeschrei.
Da schlug ein Gott den Menschenwahn entzwei.

Und kühne Siege zierten Deutschlands Farben -
Und Helden, zahllos, seinem Ruhme starben.
Doch unwert war Europa dieser Größe,
Es sah voll Haß des Heiligen Reiches Blöße.
Die Rachsucht ließ ihm Rast nicht und nicht Ruh.
Sie stieß verblendet mit dem Dolche zu.

Da ward das Schicksal des Äons besiegelt.
Die letzte Rettungspforte stand verriegelt,
Und unter irrem Haß und Sieggeschrei
Brach das Gefüge dieser Zeit entzwei.

Haß, Wahn und Lüge und die blinde Gier:
Nun ist die Schreckensherrschaft dieser vier,
Zerstückelt und geschändet liegt das Reich -
Und donnernd ruft die Rache: wehe euch!
Euch wird sie bald das gleiche Schicksal geben.

Wenn Deutschland fällt, dann soll die Erde beben.


 

Wagen an Wagen

Um Allerseelen

in der dunklen Nacht,

wenn vor uns stehen,

die immer neu unserem Herzen fehlen, -

Erinnerung erwacht

an die alten Kirchen, die Hügel im Feld,

wo sie schlafen, Vätern und Nachbarn gesellt,

in verlorener Heimat über der See, -

und an alle, die hilflos und einsam starben,

an alle, die sinkend im Eis verdarben,

die keiner begrub, nur Wasser und Schnee,

auf dem Weg unserer Flucht – dem Weg ohne

Gnade!

 

Und wir ziehen im Traum verwehte Pfade

Wagen an Wagen, endloser Zug,

der ein Volk von der Heimat trug!

Von Norden, von Osten kamen wir,

über Heide und Ströme zogen wir,

nach Westen wandernd, Greis, Frau und Kind.

Wir kamen gegangen, wir kamen gefahren,

mit Schlitten und Bündel, mit Hund und Karren,

gepeitscht vom Wind, vom Schneelicht blind, -

und Wagen an Wagen.

 

Zuckend wie Nordlicht am Himmel stand

verlaßner Dörfer und Städte Brand

und um uns heulte und pfiff der Tod

auf glühendem Ball durch die Luft getragen

und der Schnee wurde rot

und es sanken wie Garben die hilflos starben

und wir zogen weiter,

Wagen an Wagen, - -

und kamen noch einmal, trügerisches Hoffen

durch friedliches Land.

Tür stand uns offen

bei jenen, die nicht unser Leiden gekannt.

Sie kamen, sie winkten, sie reichten uns Brot, -

sie luden die Not

an warmem Herde zu sich zu Gast.

Scheune und Stroh rief Müde zur Rast.

Doch wir konnten nicht bleiben.

Wir zogen vorüber

Wagen an Wagen.

 

Und hörten durch Sturm und Flockentreiben

das Glockenlied ihrer Türme noch

und hörten doch

das Dröhnen des Krieges, der hinter uns zog.

Und vom Wegkreuz bog,

blutend, mit ausgebreiteten Armen,

sich dorngekrönter Liebe Erbarmen.

 

Wir konnten nicht halten, wir konnten nicht knien.

Sie kamen hinter uns, Wagen an Wagen, -

unsre Herzen nur schrien:

O blick nach uns hin!

Wir wandern, wir wandern, endloser Zug,

Volk, das die Geißel des Krieges schlug,

entwurzelter Wald, von der Flut getragen, -

Wohin? Wohin? –

  

Agnes Miegel